Gerhart Hauptmann Schule

REALSCHULE IN WIESBADEN

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Handballklasse

Seit dem Schuljahr 2015/2016 haben wir im Jahrgang 5 eine spezielle Handballklasse für Jungen und Mädchen. ...mehr

 

Handballwerfer

 

 

Presse

Wir kooperieren mit lokalen Zeitungen. Lesen Sie ein
Interwiev mit Michael Franz
in der Handballzeitung.

 

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Handball an der GHS

 


 



Die Handballklasse

 


Seit dem Schuljahr 2015/2016 haben wir im Jahrgang 5 eine spezielle Handballklasse für Jungen und Mädchen. Diese Klasse hat zusätzlich zum Sportunterricht jeweils vier Stunden Handballtraining und eine Stunde Sportethik. Die jungen Talente erhalten darüber hinaus die Gelegenheit, ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechend in den umliegenden Vereinen sportlich aktiv zu sein. Die GHS stellt die Kontakte zu den in der Umgebung liegenden Sportvereinen her. Neben den sportlichen Fähigkeiten werden in der Handballklasse vor allem die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert. Dies wird gestützt durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Trainern und Lehrern der Klasse. Genauere Informationen zur Klasse erhalten Sie auf unserer Homepage unter „Das Konzept“.

Ab der Jahrgangsstufe 7 werden die Schüler und Schülerinnen in Jungen und Mädchenmannschaften aufgeteilt. Altersübergreifend trainiert man neben den Übungseinheiten im Verein, nach Sichtung, zwei bis vier Stunden in der Schule.

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Handballprojekte

 

Handball EM

Gemeinsames Handballschauen der
Klasse 5A (2015/16)

Am 20.01.2016 stand für die Handballklasse der Gerhart-Hauptmann Schule wieder ein absolutes Highlight auf dem Programm. Durch gute Leistungen in der Schule hatte sich die Klasse das Privileg erarbeitet, gemeinsam mit ihren Lehrern ein Spiel der laufenden Handball-Europameisterschaft in der Schulaula auf der großen Leinwand zu sehen.

Gemeinsam wurde die Aula für dieses Event vorbereitet. Da sich auch einige Eltern angekündigt hatten, wurde die Aula mit sehr viel Liebe und Sorgfalt hergerichtet. Alles war angerichtet für einen netten Handballnachmittag. Die Kinder, ihre Eltern und Lehrer sahen ein spannendes Spiel, in dem sich Deutschland nach anfänglichen Schwierigkeiten letztlich souverän mit 25:21 gegen Slowenien durchsetzte und in die Hauptrunde einzog.

Bei Snacks und kalten Getränken jubelten die Kinder den Profis zu und feierten jede gelungene Aktion der Deutschen Elitewerfer.

Zu guter Letzt wurde die Aula von den Schülern wieder so hinterlassen, wie man sie mittags vorgefunden hatte. Alle hatten viel Spaß und drücken der Mannschaft weiterhin die Daumen, dass sie möglichst weit kommt.


Bericht: Gemeinsames Handballschauen der Klasse 5A

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Konzept der Handballklasse

 

    Aggressionen in Mut und Zuversicht verwandeln
    Fairplay und Freude am ergänzenden Miteinander
    Impulskontrolle und Lernvermögen stärken
    Schlummernde Begabungen wecken und ermutigen
    Option 1: Individuelle Talentförderung
    Option 2: Inklusiver Sportunterricht

 Dazu Ein Artikel aus der "Handballwoche" vom 12.04.2016: 
Konzept Handballklasse wird erfolgreich umgesetzt als >> PDF 

Grundidee:

Gelingende Integration und eine lernförderliche Atmosphäre sind heute und gerade an einer Schule mit Kindern und Jugendlichen ganz unterschiedlicher Bildungshintergründe, Sprachkompetenzen, Nationalitäten und auch religiöser Bekenntnisse zunehmend schwierig zu verwirklichen.

Als einer der attraktivsten und Erfolg versprechendsten Wege erscheint uns, über ein pädagogisch wie sozialpsychologisch reflektiertes Sport- und Spielangebot Schüler/innen anzusprechen, zu begeistern und so über den gesundheitsfördernden Effekt hinaus ein gesundes Lernvermögen aufzubauen bzw. zu stabilisieren.

So wurden auf eine Ausschreibung für das Schuljahr 2015/2016 hin insgesamt 30 Bewerber/innen in einer Schulklasse der Jahrgangsstufe 5 mit dem Schwerpunk Handball aufgenommen (14 Mädchen / 16 Jungs).

Zielsetzung

In einer 1. Phase sollten folgende Ziele angesteuert und erreicht werden:

  • Steigerung der Aufmerksamkeit, Konzentration und Anstrengungsbereitschaft
  • Besänftigung offensichtlicher wie unterschwelliger Aggressionen
  • Sensibilisierung und Förderung aller Wahrnehmungskanäle
  • Förderung von Spielfreude, gegenseitigem Respekt und sportlichem Fairplay
  • Erwerb grundlegender Fertigkeiten und Fähigkeiten des Handballspiels
  • Stärkung der Innenmotivation, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz
  • Stärkung und Stabilisierung des Selbstwertgefühls und der Zuversicht

Pilotprojekt und Perspektive

  1. 1.Es werden koedukativ wöchentlich 1 Theoriestunde und 2 Trainingseinheiten durchgeführt:
  • Theorie : mittwochs 6. Stunde
  • Praxis: mittwochs 7. + 8 Stunde
  • Praxis: freitags 1. + 2. Stunde
  1. 2.Ergänzend werden darüber hinaus angeboten bzw. sollen im Verlauf des Projektes angeboten werden:
  • Verbesserung der Deutschkenntnisse in spielerischer Form
  • Stärkung des Bewusstseins für eine gesunde Bewegungs- und Ernährungskultur
  • Ermutigung zur allgemeinen sportlichen Aktivität und Transfer in geeignete Sportvereine
  • Gezielte Bewegungsimpulse zur Förderung des Lernvermögens, z.B. durch Sportkinesiologie bzw. die Sensorisch-integrative Ayres Therapie
  • Bewegungsimpulse und Verhaltensempfehlungen für Schüler/innen mit „AD(H)S“-Symptomen
  • Qualifizierte Aufarbeitung von eventuellen Traumata
  • Individuelle Talentförderung bzw. Transfer zu kooperierenden Sportvereinen

Elementare Prinzipien des Projektes


Orientierung im Raum

Das Orientierungsvermögen und ein gutes Raum-/Zeitgefühl sind Fähigkeiten, die weit über die Herausforderungen im Sportspiel von Bedeutung sind - z.B. im Bezug auf Verkehrssicherheit. Es ist bekannt, dass gerade das drei- bzw. vierdimensionale Wahrnehmungs- und Einschätzungsvermögen durch übermäßigen Medienkonsum verkümmern.

Die Fähigkeit zu Zielen und zur selbstgestalteten Korrektur des Wahrnehmungs- und Zielverhaltens ist ein besonderer Schwerpunkt.

Allgemeine und spezifische Koordination

Koordinative Fähigkeiten sind Grundlage von Lebensfreude wie auch kognitiver Lern- und Leistungsfähigkeit. Wir unterscheiden bzw. fördern hier zum Beispiel

  • Körpergleichgewicht - Stand-/Balancier-/Dreh- und Fluggleichgewicht
  • Auge-/Hand-Koordination
  • Abstimmung von Eigenbewegung mit Ball- und Mitspielerverhalten
  • Timing von Bewegungen unter Raum-/Zeit-/Gegnerdruck
  • Grundlagen für die beiden o.a. Kompetenzen sind die Arbeiten von Prof. Dr. Arturo Hotz sowie Prof. Dr. Klaus Roth

Aufmerksamkeit und Konzentration - „AD(H)S“

Die Fähigkeit zur Kontrolle und Gestaltung von Aufmerksamkeit und Konzentration ist offensichtlich in erheblichem Maße gefährdet und beeinträchtigt - somit auch das kognitive Lernvermögen. Zu den Ursachen dessen, was üblicherweise als „AD(H)S“ - Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ohne und mit Hyperaktivität bezeichnet wird, zählen wir hier nach eigenen Erfahrungen wie auch interdisziplinären Forschungsergebnissen primär

  • Chronischer bzw. unterschwelliger Stress - emotionaler, physiologischer, biochemischer Natur oder durch unverarbeitete Traumata bedingt
  • Bewegungsmangel (vor allem bei Jungs!)
  • Fehlernährung (Mineralstoffmangel, Überzuckerung etc.)
  • Übermäßiger Medienkonsum
  • Schlaf- bzw. Regenerationsdefizite
  • Fehlende Regelerfahrung und Grenzsetzung
  • Fehlende Spielerfahrung (!) - siehe Panksepp
  • Auch können folgende Faktoren eine Rolle spielen:
  • Unpassender bzw. einseitiger Lern-/Lehrstil
  • Verborgene Begabungen („Gifted Underachiever“)
  • Umgeschulte Linkshändigkeit
  • Vaterlosigkeit
  • Materielle und/oder emotionale Verwöhnung („Over-protecting-Syndrom“)
  • Vorgeburtliche Negativeinflüsse bzw. Geburtstraumata

Innenmotivation, Impulskontrolle und Lösungsfokussierung

Es ist ebenso signifikant wie auch verständlich, dass Kinder zunehmend durch Informationsflut wie „innere Zerrissenheit“ abgelenkt bzw. übersensibel gegenüber Kritik bzw. Misserfolgserlebnissen oder durch eigene bzw. fremde Erwartungshaltungen überfordert sind.

So geht es hier sehr darum, eine gesunde Balance von Selbst- und Fremdbild sowie einer angemessenen Erfolgserwartung zu ermöglichen.

Ein ganz besonderer Schwerpunkt ist die Veränderung vom Problembewusstsein hin zu einer Ausrichtung auf Lösungen. Als Grundlage dient hier das international anerkannte Konzept „Kid´s Skills“ bzw. „Ich schaff´s“ nach Ben Furman.

Spielerlebnis vor Spielergebnis

Wir leben in einer Gesellschaft wie auch in einem Bildungssystem, das das (messbare) Ergebnis von Leistungen bewertet und weniger individuelle Lern- und Leistungsfortschritte bzw. den Lernprozess an sich würdigt.

Auch Kinder wollen lieber „gewinnen als verlieren“ - und doch geht es hier auch darum, die reine Ergebnisorientierung zu entkräften zu Gunsten einer Wahrnehmung und Wertschätzung des Bewegungs- und Spielerlebnisses, insbesondere eines ergänzenden, respektvollen und konstruktiven Miteinanders.

Integration und Inklusion

Im Rahmen der organisatorischen, infrastrukturellen und finanziellen Möglichkeiten sollen die bereits inklusiven Sport- und Spielangebote intensiviert werden.

Besondere Berücksichtigung finden hierbei

  • Beeinträchtigungen des Körper- und Bewegungsgefühls durch koordinative Defizite, Übergewicht sowie der Kontrolle des eigenen Bewegungsdranges bzw. unangemessener Reflexe
  • Beeinträchtigung kognitiver Kompetenzen wie Aufmerksamkeitslenkung, Konzentration auf lernrelevante Informationen, Bereitschaft zur Aufnahme und Beendigung von Aufgabenstellungen
  • Beeinträchtigung seelischer Stabilität und Widerstandskraft (Resilienz) durch traumatische Erfahrungen (Abwertung, Gewalt, Krieg, Flucht u.ä.)


Verarbeitete Literatur:

BECK, Don E.: „Spiral Dynamics“

BRAZELTON, T. Berry / GRENNSPAN, Stanley I.: „Die sieben Grundbedürfnisse von KIndern“

CUBE, Felix von: „Fordern statt verwöhnen“

DONALDSON, O. Fred: „Von Herzen spielen“

FRICK, Jürg: „Die Droge Verwöhnung“

FURMAN, Ben: „

GARDNER, Howard: „Intelligenzen - Die Vielfalt des menschlichen Geistes“

HANNAFORD, Carla: „Mit Auge und Ohr - mit Hand und Fuß“

HERRMANN; Ned: „Das Ganzhirn-Konzept“

HOTZ, Arturo: „Bewegungskompetenz Orientierung“

HOTZ, Arturo: „Erziehung zu mehr Fairplay“

HOTZ, Arturo: „Erfolgreich trainieren“

HÜTHER, Gerald: “Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“

HÜTHER, Gerald: „Embodiment“

HÜTHER, Gerald: „Etwas mehr Hirn, bitte“

HÜTHER, Gerald: „Was wir sind und was wir sein könnten“

KREBS, Charles T.: „Nährstoffe für ein menschliches Gehirn“

KREBS, Charles T. „Lernsprünge“

KRUS, Astrid: „Mut zur Entwicklung - psychomotorische Entwicklungstherapie“

MANDEL, Harvey P.: „Could do better“ (Begabte Minderleister)

MERTENS, Krista: „Psychomotorik - Grundlagen und Wege der Förderung“

MILLER, Alice: „Das Drama des begabten Kindes“

MARKOVA, Dawna: „Die lernende Intelligenz“

MARKOVA, Dawna: „Die Versöhnung mit dem inneren Feind“

MARKOVA, Dawna: „Wie Kinder lernen“

MARKOVA, Dawna: „Hausaufgaben ohne Stress“

MOESTL, Bernhard: „Wer Grenzen zieht, kann Wege öffnen“

PINK, Daniel P.: „Drive - Was sie wirklich motiviert“

RATEY, John R.: „Superfaktor Bewegung“

ROTH, Klaus: „Ballschule - Ein ABC für Spielanfänger“

VESTER, Frederic: „Neuland des Denkens!

VESTER, Frederic: „Phänomen Stress“

WILD, Rebeca: „Entwicklungsetappen“

zum Thema „AD(H)S“:

LAUTH/SCHLOTTKE: „Training mit aufmerksamkeitsgestörten KIndern“

VOSS, Reinhard: „Keine Pillen für den Zappelphilipp“

WITTING, Antje: „Bewegte Konzentrationsförderung“



Verantwortliche Akteure

Markus Eckes

Mitglied der Schulleitung

Bastian Schäfer

Klassenlehrer und Handballspieler

Michael Franz

A- und Diplomtrainer Handball - Übungsleiter der Ballschule Heidelberg

Zertifizierter Coach für lösungsfokussierte Motivation von Kindern und Jugendlichen

nach dem international anerkannten Konzept Ich schaff´s

Mitglied der Gesellschaft für Sensorisch-Integrative Ayres Deutschland und International e.V. und des Netzwerks Inklusion im Deutschen Handball-Bund



Links - www.

gerhart-hauptmann-schule-wi.de

Gerhart-Hauptmann-Realschule, Wiesbaden

wiesbaden.de

Landeshauptstadt Wiesbaden

kultusministerium.hessen.de

Hessisches Kultusministerium

hessen-handball.de

Hessischer Handball-Verband

landessportbund-hessen.de

sportjugend-hessen.de

Hessische Sport-Jugend

dhb.de

Deutscher Handball-Bund

ballschule.de

Ballschule Heidelberg nach Prof. Dr. Klaus Roth

ichschaffs.com

Lösungsfokussierte Motivation für Kinder und Jugendliche nach Ben Furman

gsid.de

Gesellschaft für Sensorische Integration

Jean Ayres, Deutschland und International e. V.

hbdi.de

Ganzhirn-Konzept zur Lern- und Kreativitätsförderung nach Ned Herrmann

kinsporth.de

Sportkinesiologische Trainingsmethodik nach Dr. Werner Klingelhöffer

taijiball.com

TaiJi-Ball als innovatives Sportspielangebot mit inklusivem Ansatz


ANHANG 1: INKLUSION AN HESSENS SCHULEN

Zehn Grundsatzziele

Das Hessische Kultusministerium verfolgt auf Basis der gesetzlichen Vorgaben — Hessisches Schulgesetz, Verordnung über Unterricht, Erziehung und sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen (VOSB) — zehn Grundsatzziele:

Ziel 1:

Der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung an Grundschulen und weiterführenden Schulen wird erhöht. Im Gegenzug wird die Förderschulbesuchsquote in den nächsten Jahren abgesenkt.

Ziel 2:

Der Hessische Referenzrahmen Schulqualität berücksichtigt die Förderung von Schülern mit Behinderungen und Beeinträchtigungen. Die Wirksamkeit inklusiver Bildung wird evaluiert.

Ziel 3:

„Modellregionen Inklusive Bildung" werden ausgewiesen. Diese Schulträgerbereiche zeichnen sich dadurch aus, dass inklusive Angebote für jeden Förderschwerpunkt in jeder Schulform vorgehalten werden.

Ziel 4:

In jeder Region stehen Ansprechpartner für Eltern hinsichtlich der inklusiven Beschulung ihrer Kinder und für Schulen zur Beratung und Unterstützung bei der inklusiven Schulentwicklung zur Verfügung (siehe auch Fachberaterinnen und Fachberater Inklusion).

Ziel 5:

Lehrerressourcen für „Sonderpädagogische Förderung" werden optimal genutzt. Das heißt:

  • Bündelung sonderpädagogischer Ressourcen und Fördersysteme,
  • Öffnung und weitgehende Beibehaltung der Förderschulressourcen auch für die allgemeine Schule.
  • ambulante und präventive Maßnahmen,
  • inklusiven Unterricht

Ziel 6:

Förderschulen verlagern ihre Angebote schrittweise unter das Dach der allgemeinen Schule zur wohnortnahen inklusiven Beschulung. Sonderpädagogische Kompetenzen werden schrittweise an die allgemeine Schule verlagert, hochwertiger Unterricht wird gesichert durch

Ziel 7:

Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen erreichen den bestmöglichen Abschluss durch hochwertigen Unterricht in der inklusiven Beschulung.

Ziel 8:

Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen sind auf die Teilhabe am Berufs- und Arbeitsleben vorbereitet sowie zur selbstständigen Lebensgestaltung befähigt.

Ziel 9:

Maßnahmen zur Steigerung des Bewusstseins für die Belange von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen werden im Schulprogramm verankert.

Ziel 10:

Inklusive Bildung ist fester Bestandteil der Aus-, Fort- und Weiterbildung für alle Lehrämter und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es bestehen Angebote zur Qualifikation von Schulleitungen aller Schulformen zur Entwicklung inklusiver Strukturen an allgemeinen Schulen.


ANHANG 2: INKLUSION im DEUTSCHEN HANDBALL-BUND
05.11.2013 · LANDESVERBÄNDE, JUGEND · VON: JULIA NIKOLEIT

„Fördern und neue Möglichkeiten schaffen“:
Der DHB auf dem Weg zur Inklusion

Der frische Wind beim Deutschen Handballbund (DHB) ist zurzeit überall zu spüren: Nicht nur im Leistungsbereich rund um die deutschen Nationalmannschaften herrscht Aufbruchsstimmung, auch im Ressort ‚Jugend, Bildung und Schule‘ werden neue Wege beschritten. So wird in Zukunft unter anderem die Frage der Inklusion im Handball für DHB-Vizepräsident Georg Clarke und seine Jugendkommission eine größere Rolle als bisher spielen. Ein erster Austausch zu diesem Thema fand am Wochenende statt, als eine DHB-Delegation dem zweiten Spieltag der inklusiven Freiwurf Hamburg-Liga einen Besuch abstattete und dabei vielfältige Eindrücke sammeln konnte.  

Doris Birkenbach, Stellvertreterin von Georg Clarke in der DHB-Jugendkommission, besuchte gemeinsam mit Steffen Greve, Referent für Kinder- und Schulhandball, den in Turnierform ausgetragenen zweiten Spieltag der inklusiven Freiwurf Hamburg-Liga. Beide zeigten sich restlos begeistert. „Es war wunderbar, und wir haben einen absolut positiven Eindruck gewonnen“, lobte Birkenbach, die zugleich Vizepräsidentin des Handballverbandes Schleswig-Holstein ist, nach dem Besuch. „Hier stand das Erlebnis Handball im Vordergrund, und es war toll zu sehen, mit welcher Faszination, Begeisterung und Leidenschaft die Spielerinnen und Spieler gemeinsam bei der Sache waren.“

Bisher hat der Bereich der Inklusion im DHB eine eher untergeordnete Rolle gespielt. „Wir haben uns dieses Themas bisher zu wenig angenommen“, übte auch Birkenbach Selbstkritik. „Das soll sich nun ändern: Wir wollen bestehende Ideen aufgreifen, diese fördern und auch neue Möglichkeiten schaffen.“ Auch eine Eingliederung inklusiver Mannschaften in den DHB sei, so Birkenbach, durchaus ein Gedanke: „Wir wollen und müssen den DHB der Inklusion öffnen, denn auch Mannschaften wie die ‚Freiwurf‘-Teams in Hamburg wollen in erster Linie Handballer sein! Dass sie Menschen mit Handicap dabei haben, steht auf einem anderen Blatt. Ich denke, wir haben am vergangenen Wochenende einen ersten wichtigen Schritt gemacht.“

Mit diesem Gefühl steht Birkenbach nicht allein da. Auch Martin Wild, der Initiator und Organisator der Initiative ‚Freiwurf Hamburg‘, zog nach dem Besuch der DHB-Delegation ein positives Fazit. „Ich bin absolut zufrieden. Es war ein sehr offener und ehrlicher Austausch“, freute sich Wild. „Wir betrachten den DHB als unseren Fachverband und freuen uns, dass wir zunehmend in der Handballfamilie ankommen.“ Welches Potenzial die Inklusion bietet, zeigt sich auch an der Entwicklung der Hamburger Initiative: 2010 war das ‚Freiwurf‘-Projekt mit einer aus zehn Spielern bestehenden Trainingsgruppe gestartet, inzwischen trainieren über 50 Sportler mit und ohne Handicap gemeinsam in vier Vereinen. In Sven Schmalfeld kommt auch der erste geistig behinderte Schiedsrichter aus der Hamburger Initiative; er wurde von Birkenbach und Greve für seine Leistung ausgezeichnet.

„Als weltgrößter Handballverband ist es unsere gesellschaftlich-soziale Pflicht, uns mit Themen wie Inklusion oder Migration eingehend zu beschäftigen“, unterstrich auch Georg Clarke am Rande seines Besuchs beim Supercup die Bedeutung der Thematik. „Im ersten Schritt möchten wir die vielfältigen Projekte, die es in den einzelnen Landesverbänden bereits gibt, kennenlernen und Ideen bündeln, um diese dann zusammen mit übergeordneten Partnern wie zum Beispiel der Deutschen Sportjugend erfolgreich weiterzuentwickeln.“ 

So gibt es neben der Initiative ‚Freiwurf Hamburg‘ im Norden noch weitere inklusive Gruppen wie das Lübecker Jugendprojekt ‚Handball für alle‘ oder die Mannschaft der ‚Fireballs Munkbrarup‘ aus Flensburg. Sie alle eint der Wunsch, Handball zu spielen - gemeinsam und mit viel Spaß am Sport. Dieser Eindruck war es auch, der sich Birkenbach bei ihrem Besuch in Hamburg am stärksten einprägte: „Alle Spielerinnen und Spieler haben zusammen Handball gespielt und sind unglaublich fair miteinander umgegangen. Es war faszinierend, aber wir haben angesichts ihrer Begeisterung direkt Lust bekommen, von der Tribüne aufzustehen und einfach mitzuspielen.“

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