Gerhart Hauptmann Schule

REALSCHULE IN WIESBADEN

   Gerhart-Hauptmann-Schule, Manteuffelstrasse 12, 65197 Wiesbaden  |  T 0611-317318  |  F 0611-314981  |

Intern  

Kontakt

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

GH TdoT

Sekretariat

Telefon: 0611-31-7318
Telefax: 0611-31-4981
Gerhart-Hauptmann-Schule
Manteuffelstrasse 12
65197 Wiesbaden

Karte sDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Karte
Anfahrt
 

 

 

 

Termine/Jahresplan

 

 

 

 

Schuljahr 2016/17

 2. Halbjahr -

 >> Klick auf den Plan

Terminplan 15 16

>> oder als PDF zum Speichern

 

 

Suchen

fff

b2e272

  Am 15. November 2012 wäre Gerhart Hauptmann 150 Jahre geworden!

 

Warum trägt unsere Schule den Namen „Gerhart Hauptmann“?

Ist das einfach so oder sind wir dem Namen irgendwie verpflichtet? Kann ein Dichter Leitbild für eine Schule und ihre Menschen sein?

1955/56 wurde unsere Schule mit dem Dichter in Verbindung gebracht. Sie hatte schon vorher andere Namen gehabt – unter anderem „Manteuffel-Schule“. Damit erinnerte sie an Ereignisse deutscher Geschichte vor allem in der Kaiserzeit; aus der Familie Manteuffel stammten bekannte Militärs Preußens und der beiden Weltkriege.

Zehn Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges waren nicht mehr militärische Vorbilder erwünscht. Man besann sich im Lande der „Dichter und Denker“ auf kulturelle Persönlichkeiten. Die Zeiten waren anders: 1953 erschütterte der Volksaufstand vom 17. Juni in der damaligen DDR die Republik; 1954 war Deutschland überraschend stolzer Fußball-Weltmeister geworden; 1955 erreichten in Tränen und Leidenschaft die letzten deutschen Kriegsgefangenen ihre veränderte Heimat. Man suchte nach neuer Orientierung.

 

Man glaubt es kaum: er kann auch lächeln!

1912 hatte Gerhart Hauptmann den Nobel-Preis für Literatur erhalten. Damit ehrte die Öffentlichkeit den Dichter und Schriftsteller, der im Kaiserreich im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts mit vielen Gedichten, Essays, aber vor allem Theaterstücken Aufsehen erregt hatte: „Rose Bernd“, „Die Ratten“ , „Biberpelz“ , „Die Weber“ oder „Vor Sonnenuntergang“ und „Pippa tanzt“.

Man nannte ihn einen „Naturalisten“, weil er in dramatischer, oft tragischer, aber auch fast komödiantischer und romantischer Form die kleinen Leute, ihr Schicksal und Scheitern in den Vordergrund und Mittelpunkt der Darstellungen schob. Ihr Handeln wurde sichtbar vor den Umwälzungen der industriellen Revolution und der „Sozialen Frage“.

 

Der Bau des Eiffelturms oder der Untergang der Titanic erschüttern die damalige Öffentlichkeit in Europa. Das Leben der kleinen Leute kurz vor Beginn des Jahrhundert-Ereignisses „Krieg“ scheint davor zu verblassen. Aber überall war der Wandel spürbar – auch in der Kunst, Literatur oder Wissenschaft. Die Menschen waren gespannt. Die gesellschaftliche Analyse im Theater erzürnte zeitweise den deutschen Kaiser, Gerhart Hauptmann wurde verboten!Nach dem Krieg begann seine Bedeutung geringer zu werden, andere Dichter drängten in der Weimarer Republik nach vorne. Die historischen Erfahrungen sollten dramatischer werden: die „Golden Twenties“, die Wirtschaftskrisen von 1923 und 1929, der Übergang zur Diktatur und schließlich der 2. Weltkrieg. Hauptmann fand nicht immer eine klare Position zu den Ereignissen, die armen und kleinen Leute um die Jahrhundertwende blieben jedoch unvergessen und auch bis zu seinem Tode 1946 anerkannt (geb. 1862). Er hatte den Wandel aus seiner Sicht sozialkritisch kommentiert. Seine deutschen Nachfolger als Nobelpreisträger hatten vergleichbare Themen: Thomas Mann mit dem Verfall einer bürgerlichen Familie („Die Buddenbrooks“), Heinrich Böll und die deutschen Nachkriegszeit im Wirtschaftswunder, Günther Grass und seine Kindheit in Danzig (von 1936-1945, verarbeitet in der „Danziger Trilogie“) sowie Hertha Müller mit der Kritik an einem diktatorischen System in Rumänien. 1955/1956 – zehn Jahre nach seinem Tode ehrte man den Dichter und Nobelpreisträger in der Namensgebung. Und heute?

Die Stücke von ihm werden weniger aufgeführt, aber seine Menschen, die er uns zeigt, könnten auch heute leben in den Krisen und Konflikten unserer Zeit und Gesellschaft. Sie sind zeitlos! Sie sollten uns anspornen, aus der Kritik des Dichters zu lernen. Er würde uns verpflichten, Partei zu ergreifen für die „Verlierer“ und „Opfer“ der damaligen Zeit, auch gegen Protest und Verbot. Das ist aktuell und wäre Teil der Bildung für alle Schüler, die diese Realschule besuchen, einer Schulform, die im 19. Jahrhundert entstand, um die industrielle Revolution zu bewältigen zu helfen.

 

Gerhart Hauptmann, 15.11.1862 - 6.6.1946

   

fff

Unser Logbuch

Unser Markenzeichen!


Das Logbuch soll helfen die Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und Lehrern zu vereinfachen. In diesem Buch werden Hausaufgaben, Themen der Stunden, Entschuldigungen und Notenübersichten eingetragen, sowie Erwartungen an Schüler, Lehrer und Eltern, wichtige Kontaktdaten, Selbsteinschätzung etc. erläutert. ...mehr

 

Logbuch2