Gerhart Hauptmann Schule

REALSCHULE IN WIESBADEN

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LRS

Förderprogramm für Schülerinnen und Schüler mit Lese- Rechtschreibschwäche (LRS)


„Nur wenn LRS erkannt wird, kann gezielt gefördert und Misserfolgen entgegengewirkt werden!"

Was bedeutet LRS?
LRS erfasst alle Menschen, denen das Erlernen von Lesen und Schreiben schwer fällt.

Schwierigkeiten im Umgang mit Buchstaben sind völlig unabhängig von der Intelligenz eines Kindes. Viele Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwäche sind häufig ausgesprochen kreativ und verfügen über eine Vielzahl von Fähigkeiten. So können Kinder mit einem guten bildhaften Gedächtnis manchmal Wörter nur mit Mühe abspeichern, während sie sich Bilder mit Leichtigkeit merken.

Ist das lautgetreue Schreiben in den ersten Schulklassen mit viel Anstrengung erworben, stellen Rechtschreibregeln für die betroffenen Kinder eine neue Herausforderung dar. Sie müssen häufig wiederholt und erklärt werden.

Welche Auffälligkeiten begründen eine Lese – Rechtschreibschwäche?

  • Wörter werden geschrieben, wie sie gesprochen werden, d.h. bei verschiedenen Lauten und Lautverbindungen werden nicht die richtigen Buchstaben verwendet, z.B. „hoite" statt „heute" oder „laise" statt „leise";
  • Buchstaben sind nicht sicher gespeichert und werden nicht wiedererkannt;
  • Unsicherheiten bei der Richtung einzelner Buchstaben, z.B.: d - b; ie – ei; sehr häufig findet man diese Form bei kurzen Wörtern, beispielsweise „die" statt „bei";
  • Kinder „lesen" Texte auswendig, sind aber nicht in der Lage, einzelne Wörter im Text zu „er"lesen;
  • Wörter werden häufig bis zu der Stelle gelesen, an der geglaubt wird, das richtige Wort erkannt zu haben und dann wird weiter vermutet;
  • beim Abschreiben eines Textes ist immer wieder zu beobachten, dass es sich eher um ein Abmalen von Buchstaben handelt, bei dem weder Lese- noch Schreibfluss zustande kommen;
  • abgeschriebene Texte können nur schwer inhaltlich wiedergegeben noch erlesen werden;
  • Buchstabe für Buchstabe wird einzellautierend gelesen, wobei weder eine verschleifende Lesetechnik gelingt, noch kann der Sinn des „Gelesenen" entschlüsselt werden.

Feststellung der Lese –Rechtschreibschwäche:

Bestehende LRS – Feststellungen aus der Grundschule werden übernommen.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 mit besonderen Fehlern oder besonders hoher Fehlerzahl werden durch einen standardisierten Rechtschreibtest (HSP) und einem speziellen LRS - Diktat (N. Sommer-Stumpenhorst) zu Beginn des Schuljahres von einer speziell ausgebildeten Deutschlehrerin für LRS überprüft. Die Eltern werden über mögliche Fördermaßnahmen informiert.

Organisatorische Durchführung:

In einem Raum, der nur für die Förderung vorgesehen ist, finden einmal wöchentlich einstündig in Kleingruppen (ca. 6 bis 10 Schüler) die Förderkurse statt. Die Schüler lernen die gängigen Rechtschreibstrategien kennen und werden individuell gezielt gefördert.

Hierbei bedienen wir uns einer breiten Palette ausgewählter LRS – Materialien.

Zwischen den unterrichtenden Lehrern, dem Förderlehrer und den Eltern findet ein regelmäßiger Austausch über die Lernfortschritte des entsprechenden Schülers statt.


Unsere Ziele:

  • die Rechtschreibleistungen von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben so gut wie möglich langfristig durch Förderunterricht in Kleingruppen zu verbessern. Je früher und intensiver gefördert wird, desto aussichtsreicher sind die Erfolge;
  • Selbstvertrauen aufzubauen;
  • Lesefreude und Lernmotivation herzustellen.

Erfahrungsgemäß erreichen die meisten unserer Schülerinnen und Schüler, die in den Jahrgangsstufen 5 und 6 bislang gefördert wurden, größt mögliche Sicherheit im Lesen und Schreiben, so dass eine weitere Förderung ab Klasse 7 nur noch bedingt oder gar nicht mehr erforderlich ist.

verfasst von:

Gabriele Meiser-Gerlach
September 2013


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