Gerhart Hauptmann Schule

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Justizministerin: Präventionsarbeit ist Opferschutz

Zum Projekt „Wir gegen Salafisten!“ der Gerhart-Hauptmann-Schule, Wiesbaden

Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse der Gerhart-Hauptmann-Schule in Wiesbaden haben sich seit April 2015 im Rahmen des Politik- und Wirtschaftsunterrichts mit der Problematik des Salafismus auseinandergesetzt. Insbesondere das Thema Radikalisierung junger Menschen und das Thema „Islamischer Staat“ wurden beleuchtet. Dazu wurden ausgewiesene Expertinnen und Experten in den Unterricht mit eingebunden (Frau Prof. Dr. Schröter von der Goethe-Universität Frankfurt, Imam Meyer von der Beratungsstelle Salafismusprävention, Landesamt für Verfassungsschutz Hessen, Jugendinitiative Spiegelbild).
Parallel zum Unterricht wurden die Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit allen Akteuren zu Expertinnen und Experten in den einzelnen Teilgebieten ausgebildet und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren eingesetzt, die im Rahmen von „Peer-Group-Education“ anderen Jugendlichen in Wiesbaden (in Schulen, Vereinen, auf Veranstaltungen) über die Gefahren des Salafismus aufklären, informieren und mit ihnen ins Gespräch kommen sollen. Bei dieser Aufgabe werden sie unterstützt durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes, Frau Prof. Dr. Schröter und der zuständigen Lehrkraft.

Im Laufe des Projekts ist eine Ausstellung entstanden, die dazu genutzt werden soll, das Wissen und die Diskussion in andere Schulen hineinzutragen. Geplant ist weiterhin der Aufbau einer Internetseite, in der u.a. Aktionen dokumentiert und Sachtexte über das Problem des Salafismus angeboten werden, sowie Verweise zu Hilfsangeboten oder staatlichen Stellen enthalten sind.
Das Projekt hat bereits bei der Vorstellung an verschiedenen Schulen mindestens 500 Schüler erreicht. Es soll über die Stadtgrenze Wiesbadens hinaus angeboten werden.

Information:

Peer-Group-Education - Peer-Education-Strategien bedeuten den Einsatz speziell geschulter Jugendlicher (Multiplikatoren oder Peers), um eine bestimmte Gruppe (z. B. Schulklasse, Jugendfreizeiteinrichtung etc.) hinsichtlich einer bestimmten Thematik zu informieren. Dabei wird der Multiplikatoreneffekt angestrebt, wonach nicht nur die geschulten Peers die Gruppe informieren, sondern auch die dadurch informierten Mitglieder der Gruppe wiederum in ihren jeweiligen Peergruppen dieses Wissen weitervermitteln, das sich auf diese Weise innerhalb der jeweiligen Gesamtzielgruppe multipliziert.

Siehe auch die Presseinformation des Justizministeriums

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